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Freies Radio StHörfunk e.V. • 97,5 FM in Schwäbisch Hall & 104,8 FM in Crailsheim
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Programmrichtlinien
Selbstverständnis
Programmrichtlinien

1 - StHörfunk ist ein freies, nichtkommer-zielles Radio für die Region um Schwäbisch Hall. StHörfunk fördert Diskussionsprozesse, Meinungsäußerungen und Informationsvermittlung auch von Personen und Personengruppen, die zu herkömmlichen Medien keinen oder nur begrenzten Zugang haben. StHörfunk fördert die Kommunikation zwischen Menschen, regt damit zu gemeinsamem emanzipatorischem Handeln an und trägt so zur sozialen, kulturellen, ökologischen und politischen Weiterentwicklung bei.

2 - StHörfunk zielt auf eine Aufhebung der Trennung zwischen RedakteurInnen, TechnikerInnen, und bloß konsumierenden HörerInnen. Die Arbeitsteilung zwischen Redaktion und Technik wird durchbrochen. HörerInnen haben die Möglichkeit, selbst Beiträge herzustellen und sich in die Sendung direkt einzubringen, soweit dies organisatorisch und technisch möglich ist.

3 - StHörfunk ist auch dem Ziel der Gegenöffentlichkeit verpflichtet. Gegenöffentlichkeit soll die Hintergründe von Ereignissen und Entwicklungen benennen und dabei vorrangig die von ihnen betroffenen Menschen zu Wort kommen lassen. StHörfunk fördert die Verbreitung der Themen und gesellschaftlichen Fragen, die von anderen Medien ignoriert und von diesen manipuliert werden. StHörfunk ist deshalb parteiisch, ohne sich mit Parteien zu identifizieren.

4 - Eine Einflussnahme von politischen Parteien auf das Radio ist ausgeschlossen.

5 - StHörfunk orientiert sich an den Entwicklungen in seinem Sendegebiet, beschränkt sich aber nicht darauf. Politische, kulturelle und soziale Gruppen aus der Region können regelmäßige Sendungen veranstalten. StHörfunk arbeitet mit freien Radios im In- und Ausland zusammen und unterstützt die Entstehung neuer Sender, die den Zielen von StHörfunk nahe stehen. StHörfunk bemüht sich regional um eine bewusste und konkurrenzfreie Zusammenarbeit mit kritischen Medienschaffenden.

6 - StHörfunk lehnt die Beeinflussung seiner HörerInnen durch Werbung im Radio strikt ab.

7 - Meinungsunterschiede zwischen den Redaktionen und mit/zwischen den HörerInnen können auch über den Sender in angemessenem Umfang ausgetragen werden. Kontroversen sollen so dargestellt werden, dass die HörerInnen die Möglichkeit haben, sich selbst eine Meinung zu bilden. StHörfunk hat eine Funktion als öffentliches Forum und setzt die Möglichkeit voraus, sich unverfälscht äussern zu können. Dies gilt auch bei Aufsichtsmaßnahmen der Landesanstalt für Kommunikation und Gegendarstellungsverlangen.

8 - StHörfunk setzt sich für eine selbstbestimmte, aufgeklärte Lebensführung ein und wendet sich gegen Ideologien, Dogmen und Weltanschauungen, die dies nicht ermöglichen und hinterfragt kritisch deren Ziele, Konzepte und Wertungen. Die kritiklose Verbreitung solcher Inhalte ist ausgeschlossen.

9 - StHörfunk wehrt sich gegen jede Art von Diskriminierung und Unterdrückung und soll dies auch in den eigenen selbstverwalteten Strukturen und gegenüber der HörerInnenschaft umsetzen.

10 - Da in unserer Gesellschaft noch immer keine völlige Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen existiert, soll es Aufgabe des Radios sein, emanzipatorisch zu wirken. StHörfunk ist deshalb antisexistisch.

11 - StHörfunk will die Struktur der Abhängigkeiten innerhalb des Staates und die sozialen, politischen und kulturellen Auswirkungen dieser Verflechtungen aufzeigen und im Radio kritisch hinterfragen (etwa zwischen Politik, Wirtschaft, Kirche). StHörfunk ist deshalb antiklerikalistisch und kapitalismuskritisch.

12 - StHörfunk tritt für Toleranz zwischen den Menschen, Demokratie, Frieden, Freiheit, Inter- und Multikulturalität sowie Internationalismus ein. StHörfunk ist deshalb antinationalistisch und antimilitaristisch.
StHörfunk wendet sich gegen jede Form von Rassismus und Unterdrückung. StHörfunk stellt sich der Verantwortung, die sich unter anderem aus der Geschichte, die in Deutschland zum Nationalsozialismus führte, ergibt und will allen Tendenzen zu deren Verharmlosung ebenso entgegentreten wie antisemitischen und faschistischen Gesinnungen. StHörfunk ist deshalb antifaschistisch und antirassistisch.

13 - StHörfunk hinterfragt kritisch die Ursachen, Hintergründe und Auswirkungen von Sexismus, Klerikalismus und Nationalismus. StHörfunk versucht, in dieser Gesellschaft vorhandenes rassistisches Gedankengut aufzuzeigen und dadurch zu bekämpfen.

14 - StHörfunk unterstützt Bestrebungen, die anstelle von Konkurrenz und Ausgrenzung die Förderung des Menschen mit seinen produktiven und kreativen Fähigkeiten setzt. In diesem Sinn sollen auch die Auswirkungen der globalisierten Wirtschaftsordnung kritisch hinterfragt werden. Weiterhin setzt sich StHörfunk für Völkerverständigung und die individuellen Menschen- und Grundrechte ein.

15 - StHörfunk will dem allgemeinen Trend zur Anonymität und Vereinzelung entgegenwirken und Alternativen aufzeigen.

16 - StHörfunk ist gegen die Verherrlichung und den Missbrauch von Drogen.

17 - Die Sendungen bei Radio StHörfunk werden ausschließlich ehrenamtlich produziert und umgesetzt. Bezahlte redaktionelle Arbeit ist ausgeschlossen. Die einzige Ausnahme hiervon kann eine Nachrichtenredaktion betreffen, deren zeitlicher wie inhaltlicher Arbeitsaufwand bei täglich zu erstellenden Nachrichten ehrenamtlich nicht zu vertreten wäre. Finanzmittel für eine derartige Redaktion müssen entweder durch projektbezogene Fördergelder oder durch Sponsorenzahlungen/ projektbezogene Spenden (die keinen Einfluss auf die Inhalte haben dürfen) akquiriert werden.
Mit Blick auf bezahlte Redaktionsarbeit kann dies nur mit Zustimmung einer Mitgliederversammlung des Fördervereins Freies Radio StHörfunk erfolgen. Die Anstellung bezahlter Kräfte bzw. die Vergabe von Honorartätigkeiten benötigt die Beratung und Entscheidung von Vorstand und Mitgliederversammlung. Die Zustimmung gilt bei einer Mehrheit von zwei Dritteln als erteilt.

18 - Dieses Redaktionsstatut kann mit 2/3-Mehrheit der beim Redaktionsplenum anwesenden Redaktionen ergänzt oder verändert werden.

Beschlossen vom Redaktionsplenum am 04.11. und auf der MV vom 02.12.2010.


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