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Fischsterben in Gewässern in Baden-Württemberg
Hitzefolgen
Fischsterben in Gewässern in Baden-Württemberg

Stuttgart/ Aalen. Im Ostalbkreis ist es im Stausee Rötlen bei Ellwangen bereits zu einem massenhaften Fischsterben gekommen. Etwa 20 Tonnen Fisch im Wert von etwa 50.000 Euro sollen laut des örtlichen Fischereivereins verendet sein. Die Feuerwehr wie auch das Technische Hilfswerk THW hatten schon Ende letzter Woche begonnen, mittels Pumpen das Wasser umzuwälzen. Dadurch soll es abgekühlt und der Sauerstoffgehalt erhöht werden.
Aufgrund der hohen Wassertemperaturen in den Flüssen von Baden-Württemberg haben inzwischen Umweltverbände gefordert, dass die Leistung der Kraftwerke gedrosselt werden solle. Die konventionellen Kraftwerke benötigen Wasser zur Kühlung. Dieses Wasser wird nach dem Kühlprozess mit erhöhter Temperatur wieder dem Fluss zugeführt.
So kam vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) die Forderung an den baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller von den Grünen, die Ausnahmegenehmigung für Atom- und Kohlekraftwerke zurückzunehmen, die den weiteren Betrieb auch bei Temperaturen von mehr als 28 Grad Celsius erlaubt.
Derartige Ausnahmegenehmigungen waren von den Betreibern der Kraftwerke in Karlsruhe und Mannheim, also am Rhein, und in Stuttgart, Neckarwestheim, Heilbronn und Altbach, also am Neckar, beantragt worden. Am Dienstag dieser Woche betrug die Temperatur des Rheins 26,7 Grad Celsius, gemessen bei Karlsruhe. Stromaufwärts waren die Temperaturen niedriger ausgefallen. Der Sauerstoffgehalt befand deutlich über der für Fische kritischen Marke. Ähnliche Werte waren auch im Neckar gemessen worden.
Die Kraftwerke weiter laufen zu lassen, sei laut BUND ein „verantwortungsloses Glücksspiel“. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will die Ausnahmegenehmigungen nun rechtlich prüfen lassen. Sie seien ein „Desaster für den Naturschutz“.

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