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Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern demonstrieren
LEA Ellwangen
Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern demonstrieren

Ellwangen. Das Vorgehen der Polizei in der Landeserstaufnahmeeinrichtung Ellwangen sorgt weiter für Unmut. So demonstrierten diese Woche etwa 200 Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern in der Stadt im Ostalbkreis unter dem Motto „Stop Deportation“ - auch zusammen mit Ellwanger Bürgern.
Bei einer Pressekonferenz teilt Mfouapon Alassa, ein Sprecher der Flüchtlinge, mit, dass die Flüchtlinge nicht so seien, wie über sie in der vergangenen Woche berichtet wurde. Sie seien nicht kriminell.
150 Flüchtlinge sollen laut Aussage von vier Polizisten die Beamten an der Ausübung ihres Dienstes gewaltsam gehindert haben. Berichte von in der Landeserstaufnahmeeinrichtung lebenden Flüchtlingen widersprechen dem.
Es sei zwar Nein gesagt worden, heißt es dabei, als man den Asylbewerber aus Togo in Handschellen gesehen habe. Aber das gründe vor allem auf der Angst vor der Abschiebung nach Italien. Viele Flüchtlingen aus afrikanischen Staaten befürchten, dort zu Prostitution und Tagelöhnertätigkeiten gezwungen zu werden.
Am Nachmittag diskutierten die Flüchtlinge vor der Demonstration auf Einladung von Einrichtungsleiter und Grünen-Gemeinderat Berthold Weiß. Dabei schilderten die Flüchtlinge den nach dem Widerstand gegen die Abschiebung des Togolesen erfolgten Einsatz der Polizei als zu hart und übertrieben.
Unverschlossene Türen seien eingetreten worden. Menschen seien aus ihren Betten gerissen und fixiert worden. Es gehe immer nur um ihre Hautfarbe. Diese Vorwürfe wiederholten sie auch bei einem Treffen mit der zuständigen Polizei am gleichen Tag im Ellwanger Rathaus.

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