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Zahl der Selbstanzeigen geht zurück
Steuerhinterziehung
Zahl der Selbstanzeigen geht zurück

Stuttgart. Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern in Baden-Württemberg geht zurück. Laut des Landesfinanzministeriums hätten sich von Anfang des Jahres bis 1. Dezember knapp 1.200 Steuersünder selbst angezeigt. Noch 2014 zeigten sich in Baden-Württemberg knapp 10.000 Steuerhinterzieher an. Ein Jahr später war es noch etwa ein Drittel.
Der Wert behandelt jedoch lediglich Steuerhinterziehung, die mit Kapitalanlagen in der Schweiz und in Liechtenstein zusammenhängt. Laut des Finanzministeriums werde sich der Wert zwar bis Jahresende wohl noch erhöhen, soll aber dennoch unter den Zahlen der letzten Jahre bleiben. Für das Ministerium liege dies an den verschärften Rahmenbedingungen der Selbstanzeige. So sei der Großteil der Anzeigen eingegangen, bevor die Verschärfungen gegriffen hätten.
Im Januar 2015 wurde ein Gesetz verabschiedet, das Steuersündern bei Selbstanzeige zwar immer noch Straffreiheit gewährt, aber dessen Bußgelder deutlich höher sind. So kommt etwa ab 25.000 Euro ein Strafzuschlag hinzu, der je nach Höhe der Summe zwischen zehn und 20 Prozent schwankt.
Der sinkende Trend zeichnet sich auch bundesweit ab. Auch hier seien im Vergleich zum Vorjahr etwa zwei Drittel weniger Selbstanzeigen eingegangen.
Bei lohnsteuerpflichtigen Arbeitnehmern werden alle Daten elektronisch an das Finanzamt übermittelt und geprüft. Hochverdiener über 500.000 Euro müssten dagegen nur alle sechs Jahre mit einer umfassenden Steuerprüfung rechnen, so Steuergewerkschaftschef Thomas Eigenthaler. Die Deutsche Steuergewerkschaft fordert deshalb von Bund und Ländern stärkere Kontrollen von Hochverdienern.

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