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Austritt von Claudia Martin schlägt hohe Wellen
AfD-Landtagsfraktion
Austritt von Claudia Martin schlägt hohe Wellen

Stuttgart. Die baden-württembergische Landtagsfraktion der AfD kommt nicht zur Ruhe. Nach der Spaltung Anfang Juli dieses Jahres und der Wiedervereinigung im Oktober erschüttert nun der nächste Skandal die Rechtspopulisten im "Ländle".
Der Parteiaustritt der Landtagsabgeordneten Claudia Martin hat einen negativen Beigeschmack. So wirft sie ihrer ehemaligen Partei vor, mit rechtspopulistischen Aussagen zur Flüchtlingsdebatte Stimmenfang bei rechten Gruppierungen zu betreiben. Außerdem grenze sich die Alternative für Deutschland nicht vom Extremismus ab, so Martin am Samstag in Stuttgart.
Für den Austritt aus der Partei habe es laut Martin mehrere Beweggründe gegeben. Zum einen habe es sie schockiert, wie die rechtspopulistische Partei den Tod der Freiburger Studentin für ihre politischen Ziele nutze.
Zum anderen habe sie bereits die Affäre um Parteifreund Wolfgang Gedeon zum Nachdenken bewogen. Dessen antisemitische Aussagen hatten zur Spaltung der AfD-Landtagsfraktion im Juli geführt.
Martin kritisierte zudem den Fraktionsvorsitzenden Jörg Meuthen: Er besitze zu wenig Führungsstärke. Laut dessen Aussage sei Claudia Martin aus der Partei und somit der Fraktion ausgetreten, weil sie überfordert sei. Meuthen warf ihr vor, die AfD nur als Sprungbrett für den Landtag benutzt zu haben. Nach dem Parteiaustritt Martins und dem Fraktionsaustritt Gedeons besteht die AfD-Fraktion im Landtag Baden-Württembergs nun noch aus 21 Abgeordneten.

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