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„Beobachter News“ beobachten Polizeieinsatz bei AfD-Parteitag
Proteste
„Beobachter News“ beobachten Polizeieinsatz bei AfD-Parteitag

Stuttgart. Die Kontextwochenzeitung meldet, dass die Fotografen der 2010 gegründeten Rudersberger Gruppe „Beobachter News“ beim Parteitag der deutschnationalen AfD im Einsatz waren. Ein Heer von 1.700 Polizisten und 1.500 Demonstranten, darunter 900 angeblich gewaltbereite, stand sich dort gegenüber.

Der Bericht von Josef-Otto Freudenreich beinhaltet, dass die Polizei nicht unbedingt darüber erfreut gewesen sei, dass Alfred Denzinger, Chef des Online-Magazins und seine sieben Fotografen dabei waren; sie sind darauf spezialisiert objektive Bilddokumente bei eventuellen Konflikten zu veröffentlichen, also auch die Gewalt der Polizei erkennbar werden zu lassen.

Das Feindbild der nicht selten gewaltbereiten Antifa ist auf Seiten der Polizei verbreitet. Freudenreich schildert den Fall des 21-jährigen Fotojournalisten Valentin Amadeus, der sich in der Gefangenensammelstelle wiederfand, nachdem er Sitzblockaden und brennende Autoreifen fotografiert hatte – und dem nun mit drei Kollegen Nötigung und Landfriedensbruch vorgeworfen wird. Damit will die Ordnungsmacht sie mit der Begründung, sie seien selbst gewalttätig, offensichtlich mundtot machen. Amadeus erlitt einen Kreislaufzusammenbruch und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Gewerkschaft der Deutschen Journalisten-Union (dju) in „Ver.di“ hat die Schikanen gegen die kritischen Fotobeobachter deutlich kritisiert. Die Polizei weist die Vorwürfe des Bündnisses „Gemeinsam widersetzen“ zurück, man sei unverhältnismäßig vorgegangen und habe nicht für ausreichende Versorgung der in Gewahrsam Genommenen gesorgt. Die Beobachter wollen sich nicht einschüchtern lassen und setzen ihre Medienarbeit fort.

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